MEINE KINDHEIT
"Die Siedlung" nannte man den Ort, an dem ich aufwuchs - manche sachlich, andere abschätzig. Für mich war es klasse! Es waren immer Kinder da zum Spielen, Langeweile kannten wir nicht. Wir waren frei, wild und manchmal auch frech. Wir lernten viel voneinander, vor allem Toleranz und Offenheit. Wir hatten eine schöne Kindheit, meine Schwester und ich. Durften wir Fehler machen? Ja. Manchmal gab es Ärger, wo es vielleicht Ermutigung gebraucht hätte, aber es gab auch viel Verständnis und Unterstützung.

Schwierig wurde mein Leben erst Richtung Pubertät. Die vielen Streitereien und die Scheidung meiner Eltern erlebte ich als großes Drama, das mich irgendwie "entkernte" und mich anfällig machte für ungute Einflüsse. Die Zeit auf der weiterführenden Schule war oft nicht einfach. Eine Weile wurde ich beinahe täglich von einem Jungen aus der Nachbarklasse verprügelt und wusste mir irgendwann nicht mehr anders zu helfen als meine Grenzen zu setzen, indem ich die der anderen missachtete und selbst prügelte. Das löste zunächst mein Problem, machte mich aber zum Problem für andere. Ich hätte damals jemanden gebraucht, der mir Alternativen an die Hand gibt und sie mit mir übt.

MEINE EIGENE FAMILIE
Meine Tochter ist schon erwachsen und wohnt nicht mehr zu Hause. Sie hat während ihrer Schulzeit oft Mobbing erleben müssen. Auch wenn ich mein damals Möglichstes tat, sie zu stärken, kam sie aus dieser Situation nicht heraus. Die Erwachsenen, die hätten eingreifen können und müssen - Lehrkräfte und Schulleitungen - haben das Problem viel zu lange nicht ernst genommen. Sie gaben ihr die Verantwortung. Sie solle sich ein "dickeres Fell zulegen". Das hat mich damals fürchterlich wütend gemacht, denn ein dickes Fell kann man sich nicht kaufen. Heute weiß ich, dass auch auf Pädagog:innen-Ebene viel Unsicherheit und Hilflosigkeit im Umgang mit Mobbing herrschte und herrscht - immer noch! Wir haben hautnah erlebt, wie massiv und nachhaltig Mobbing die Seele eines Kindes verletzen kann. Wen wundert es, dass mich (wenn auch für meine eigenen Kinder zu spät) die Ausbildung "Stark auch ohne Muckis" gefunden hat?
Mein Sohn genießt gerade seine Pubertät. War und ist bei uns immer alles leicht, gechillt und perfekt? Logisch!!! Nein, natürlich nicht! Auch bei gibt es Probleme, Reibereien und Diskussionen und das nicht zu knapp. Auch ich habe mit meinen Kids noch meine Herausforderungen (und sie mit mir). Aber so ist das Leben! Zum Glück habe ich einige Methoden an der Hand, mit denen sich nach dem ersten stürmischen Wellengang so manche Woge wieder glätten lässt. Und dieses Wissen gebe ich gerne auch an andere Eltern weiter.

MEINE KERNWERTE
Kurz und knapp: Wertschätzung, Toleranz, Ehrlichkeit, Selbstbestimmung, Humor

BERUF ODER BERUFUNG
Obwohl mir die Arbeit mit Kindern schon immer Freude bereitet hat, ging meine erste berufliche Laufbahn in eine völlig andere Richtung. Als Fremdsprachenkorrespondentin arbeitete ich zunächst im Sekretariat, dann als Assistentin im Marketing. Meine spätere Selbständigkeit in diesem Bereich gab ich auf als meine Tochter noch ganz klein war. Nach der Geburt meines Sohnes arbeitete ich als DAZ-Nachhilfe für geflüchtete Kinder in der Grundschule. Spätestens da sprang der Funke wieder über und mir war klar, dass ich keinen Beruf mehr ausüben möchte, der nichts mit Kindern zu tun hat. Einige Jahre arbeitete ich als Schul- und Kitabegleitung und machte nebenberuflich meine Ausbildungen bei "Stark auch ohne Muckis", zunächst zur Selbstbehauptungs- und Resilienztrainerin, dann zur Persönlichkeitstrainerin für Jugendliche und zuletzt zur Mobbingberaterin. Meine ersten Kurse für und mit Kindern begeisterten sie und mich und überzeugten mich, dranzubleiben und mich selbständig zu machen. Seitdem ergänzte ich um einige Ausbildungen, u.a. bei Daniel Paasch (IPE) zum Kinder- und Jugendcoach, Antimobbing-Coach und Lerncoach. Meine Coachees profitieren nicht nur von meinen Qualifikationen sondern auch von meinen Erfahrungen als Mutter, als DAZ-Nachhilfe und Lehrkraft, als Mitarbeiterin im Familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe und als Schul-/Kitabegleitung.

MEINE MISSION
Meine Trainings, Beratungen und Coachings helfen dabei, dass Kinder und Jugendliche sich zu mental gesunden Erwachsenen entwickeln können. Dabei stehe ich mit "Gemeinsam stark für Kinder" dahinter, dass möglichst viele Menschen aus dem Umfeld der Kids mit gestärkt werden und habe in den letzten Monaten mein Angebot entsprechend erweitert. Kinder lernen so unglaublich viel anhand von Vorbildern. Es ist Zeit, Eltern, Erzieher:innen und Lehrkräfte dazu zu befähigen, durch Selbstliebe, Akzeptanz und ein offenes Herz für junge Menschen zu den Vorbildern zu werden, die sie sich für die Kinder wünschen. Ich persönlich wünsche mir ganz besonders, dass sie das gemeinsam bewerkstelligen im offenen und wertschätzenden Dialog, ohne gegenseitige Schuldzuweisungen, einschränkende Scham und Rangkämpfe. Dazu möchte ich beitragen.

Der Nutzen meiner Trainings begleitet Kinder und Jugendliche bis ins Erwachsenenalter hinein. Sie werden vermutlich später ihre eigenen Kinder mit Fokus auf das Positive erziehen, deren (und ihre eigenen) Fehler als Helfer feiern, wertschätzender kommunizieren, Harmonie und ein faires Miteinander fördern und davon auch in der Familie profitieren. Ich stärke so nicht nur die Kinder von heute sondern auch die Generation von Morgen und die danach, solange bis ein wertschätzender und respektvoller Umgang mit sich selbst und miteinander so selbstverständlich geworden ist, dass es sich niemand mehr anders vorstellen kann und will. 

 
 
 
 
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